Traversflöte
Die Traversflöte ist der Vorgänger der heutigen Querflöte aus Metall. Wer schon einmal in Sanssouci war und sich mit dem Leben Friedrichs des Großen beschäftigt hat, wird Bekanntschaft mit diesem Instrument gemacht haben, das jener leidenschaftlich spielte und sogar dafür komponierte. 

Die Traversflöte, deren historische Vorbilder heute von spezialisierten Instrumentenbauern nachgebaut werden, besteht meist aus Holz, was allein schon ihren Klang wesentlich zarter und weicher macht als den der moderne Querflöte. Das am häufigsten anzutreffende Modell aus dem 17. Jahrhundert hat sechs Grifflöcher und eine Klappe, allerdings wurde es später immer weiter entwickelt, so dass mehr und mehr Klappen dazu kamen.
Das Mundloch ist in der Regel deutlich kleiner als das der modernen Flöte, daher bedarf es eines anderen Ansatzes. Auch die Griffweise ist differenzierter. Der Klang ist flexibel und je nach Ton und Griff sehr unterschiedlich. Dies ist erwünscht und ermöglicht es, ähnlich dem Chiaroscuro in der Malerei, mehr Facetten, Tiefe und Reichtum in das Klangspektrum zu bringen.

Um Traversflöte zu lernen, ist es von Vorteil, wenn man zuvor bereits moderne Querflöte gespielt hat, es ist aber keine Voraussetzung.