Herzlich willkommen
Ich begrüße Sie auf der Website der Musik- und Kunstschule Havelland!
"Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum" - dieser Satz von Friedrich Nietzsche drückt aus, was mich und meine Kollegen inspiriert.
Wir glauben: Jeder Mensch ist musikalisch. Kommen Sie mit auf die spannende Reise ins Land der Töne und probieren Sie es selber aus. Egal ob Klassik, Jazz, Musical oder Folk. Egal ob für hunderte Zuhörer auf der großen Konzertbühne oder allein unter der Dusche.
Ich wünsche Ihnen und Ihren Kindern viel Freude mit Musik und Kunst - nicht nur in der Musik- und Kunstschule Havelland!

Simone Seyfarth
Leiterin Musik- und Kunstschule Havelland

STUNDE DER MUSIK: Cello und Klavier
Versunkene Schätze bergen
Cello-Meisterwerke israelischer Komponisten
 
In den dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts mussten mehrere erfolgreiche jüdische Komponisten wegen des Nationalsozialismus Europa verlassen und nach Israel immigrieren. Dort haben sie weiter komponiert und einen neuen Musikjargon gegründet, der eine Synthese aus jüdischer, orientalischer und europäischer Musik darstellt. Ganz große Vertreter dieses neuen Stils sind die Komponisten Paul Ben-Haim, Joachim Stutschewsky und - von der nachfolgenden Generation - der 1935 in Tel Aviv geborene Noam Sheriff.  Alle drei Komponisten haben mit ihren Cellowerken, entstanden Anfang bis Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts, das klassische Repertoire des Instruments auf eine ganz besondere Art bereichert. Da Ithay Khen aus Israel kommt und mit dieser Musiktradition aufgewachsen bin, ist es ihm ein besonderes Anliegen, dass diesen Werken auch außerhalb seiner Heimat die Aufmerksamkeit zuteilwird, die sie verdient haben.
Im Programm werden Cellostücke dieser Komponisten präsentiert, um ganz gezielt Cellokolleg*innen ebenso wie einem breiteren Publikum diese wunderbaren und wichtigen Werke näher zu bringen.
Der Eintrit ist frei. Sie sind herzlich eingeladen.

Der 1965 in Hagen geborene Pianist Markus Schlemmer begann sein von der Studienstiftung des deutschen Volkes geförderte Studium bei Detlef Kraus in Essen und schloss es mit dem Konzertexamen in Hannover ab. Dort studierte er bei dem renommierten Klavierpädagogen Karl-Heinz Kämmerling. Meisterkurse bei Menahem Pressler, Mieczysław Horszowski, Malcolm Frager, Yara Bernette und Dietrich Fischer-Dieskau gaben ihm zusätzliche Impulse. Nach erfolgreicher Teilnahme am Deutschen Musikwettbewerb nahm er zweimal an der Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler teil. Markus Schlemmer war Dozent an der Universität der Künste in Berlin und spielte als Gast beim Linos Ensemble und beim Scharoun Ensemble (Berliner Festwochen). In der Presse wurde der Pianist vor allem für seine Fähigkeiten als sensibler Kammermusiker und Liedbegleiter gewürdigt.
Markus Schlemmer gestaltet regelmäßig musikalische Projekte gemeinsam mit Mitgliedern der Berliner Philharmoniker, als Kammermusikpartner musiziert er u.a. gemeinsam mit dem Cellisten Ithay Khen und dem Geiger Boris Kucharsky. Markus Schlemmer konzertierte als Solist mit den Dirigenten Frank Beermann, Michael Halász, Toshiyuki Kamioka und Heinz Wallberg. Seine gemeinsam mit der Mezzosopranistin Michaela Schuster im Jahr 2015 veröffentlichte CD "Morgen!", die einen Live-Mitschnitt vom Eppaner Liedsommer enthält, war in der Bestenliste beim Preis der deutschen Schallplattenkritik, Editor`s Choice beim englischen Magazin Gramophone und CD des Monats in der Zeitschrift Opernwelt.
 
Ithay Khen wurde in Israel geboren. Den ersten Unterricht erhielt er von seinem Vater. Als 16- Jähriger wurde er in die Celloklasse von Prof. Uzi Wiesel an der Rubin Musikakademie in Tel Aviv aufgenommen. Danach wechselte er zu Prof. Wolfgang Böttcher an die Hochschule der Künste Berlin. Sein Konzertexamen absolvierte er mit Auszeichnung an der Hochschule für Musik Hanns-Eisler Berlin, wo ihn Prof. Joseph Schwab unterrichtete. Ithay Khen erhielt neben dem Clermont-Preis, als Auszeichnung für den besten jungen israelischen Cellisten, auch den ersten Preis beim Cello- und Kammermusikwettbewerben der Rubin Musikakademie  Tel Aviv.
Im Anschluss an sein Studium war er Stipendiat der Herbert von Karajan- Orchesterakademie des Berliner Philharmonischen Orchesters. Mit dem Berliner Philharmonischen Orchester absolvierte er  zahlreiche Konzerte und Konzertreisen. Immer wieder musizierte er  in Kammermusikensembles mit Mitgliedern der Berliner Philharmoniker.
1996 bis 1997 folgte ein Engagement als Solocellist der Königlichen Philharmonie Antwerpen, bevor er zum ersten Solocellisten der Nürnberger Oper avancierte.
Seit seinem ersten solistischen Auftritt außerhalb Israels, im Jahr 1989, als Ithay Khen mit großem Erfolg auf dem internationalen Festival in Bayreuth das Cellokonzert von Jacques Ibert spielte, tritt er bei vielen renommierten Festivals, wie den Dresdner Musikfestspielen, den Musikfestspielen Salzburg, dem International Music Festival Burgos, dem Upper Galilee Chambermusic Festival Kfar Blum, dem Glukholazy Musikfestival Polen und dem Euro-Nippon Festival in Belgien auf.
Als Solist gastierte er unter anderem bei den Budapester Symphonikern, der Königlichen Philharmonie Antwerpen, dem Marienbader Festspiel Orchester, der Arta Viva Sorbonne, dem Orchester des Theaters Trier, dem Deutschen Kammerorchester Berlin  und dem Israel Chamber Orchestra. Konzertreisen als Solist führten ihn u. a. auch nach Japan, den USA, Israel, Deutschland, Belgien, Tschechien  und Polen.
Im Laufe seiner Karriere  wurden von ihm  mehrere zeitgenössische Werke uraufgeführt, wovon einige extra für ihn geschrieben waren.
Neben zahlreichen Produktionen von ARD, ZDF, NDR, sowie des Israelischen und des Schwedischen Fernsehens, wirkte Ithay Khen bei zahlreichen Rundfunkaufnahmen von RBB Radio-Kultur, Klassikradio Kol HaMusika Israel und von Deutschland Radio mit.
Seine CD-Aufnahmen umfassen die beiden Brahms Sextette, Kammermusik von Boris Blacher, das Cello Konzert und Kammermusik des israelischen Komponisten Shimon Knol sowie mehrere CDs mit romantischen und zeitgenössischen Werken für Cello und Klavier.
Als Dozent unterrichtete er weltweit zahlreiche Meisterkurse, unter anderem auf dem International Summer Festival der Rubin Academy/ Jerusalem, dem International Festival Burgos/ Spanien, dem Summer Music Festival Glukholazy/ Polen und Euro-Nippon Alden Biesen / Belgien.

STUNDE DER MUSIK: Klavier zwei- und vierhändig
Eine kleine Zeitreise durch die Klavierliteratur zu zwei und vier Händen.
Es spielen: Sybren de Jong, Ethel Friede Belinski, Hitomi Takeo und Helgo Belinski.
Der Erlös dieses Benefizkonzertes wird zugunsten des KlavierKonzertWettbewerbs "Brandenburgische Konzerte" verwendet.
Eintritt frei, um Spenden wird gebeten.
Sie sind herzlich eingeladen.

Abschlusskonzert der Erasmus-Projektwoche